Lernen mit Lernprogrammen
Lerntheoretische Betrachtungen sind bei der Gestaltung und der Beurteilung von Lernsoftware von Bedeutung. Dabei hat jede Lerntheorie in der adäquaten Situation ihre Berechtigung. Lerntheorie und entsprechender Softwaretypus gehören zusammen. Die Lerntheorie bestimmt damit einen allgemeinen Rahmen für didaktische Überlegungen.
Die wichtigsten Lerntheorien im Bezug auf Lernprogramme:
- Behaviorismus – Lernen durch Verstärkung – geht davon aus, dass sich menschliches Verhalten durch gezielte und konsistente Rückmeldung steuern und verändern lässt. Mehr
- Kognitivismus – Lernen durch Einsicht – geht davon aus, dass Menschen durch Informationsaufnahme im Gehirn lernen. Dabei spielen die Denk- und Verstehensprozesse der Lernenden eine zentrale Rolle. Mehr
- Konstruktivismus – Lernen durch Erleben und Interpretieren – geht davon aus, dass Menschen durch selbstständiges und aktives Problemlösen lernen. Lernen ist ein aktiver, individuell gesteuerter Prozess der Wissenskonstruktion und entwickelt sich je nach Erkenntnissen, Vorwissen und Vorerfahrung unterschiedlich. Mehr
- Cognitive Apprenticeship – kognitive Lehre – geht davon aus, dass Menschen im Austausch mit Lerngemeinschaften lernen (sozial-konstruktivistisch). Lernen geschieht in jeder Art von Interaktion mit der Umwelt und nicht ausschliesslich im Unterricht. Mehr

